
Wirtschaftliche und soziale Veränderungen brachten diesem Land in den letzten Jahren grosse Armut. Das Überleben wird durch ständig steigende Kosten für Nahrungsmittel und Unterkünfte sowie ein zusammenbrechendes Gesundheitssystem immer schwieriger. Die Inflation beträgt 70 % und die Arbeitslosigkeit zur Zeit über 60 %. Zu all den wirtschaftlichen und damit verbundenen sozialen Problemen kommt dazu, dass Zimbabwe gegenwärtig eine der höchsten HIV-positiv-Raten auf der Welt hat. Mehr als 25 % der erwachsenen Menschen in Zimbabwe sind mit dem AIDS-Virus infiziert.
Das Fehlen von richtigen Nahrungsmitteln, sauberem Wasser sowie entsprechenden Medikamenten lassen die durchschnittliche Lebenserwartung von HIV-infizierten Menschen in Drittweltländern auf unter 5 Jahren sinken gegenüber rund 15 Jahren in Europa. Allein in Harare, der Hauptstatt von Zimbabwe, soll es gegen eine halbe Million HIV-positiver Frauen geben. In einer Gesellschaft, in welcher die Kindererziehung fast ausschliesslich in den Händen der Mütter liegt, werden die frühen Tode von unzähligen HIV-positiven Müttern verheerende Konsequenzen für die Zukunft der afrikanischen Gesellschaft haben.
Kinder, die schon früh zu Waisen werden, sind traumatisiert und müssen die Schule verlassen, weil die Schulgebühren nicht mehr bezahlt werden können.
Ohne elterliche Fürsorge ist die Gefahr gross, dass sich soziale Auffälligkeiten oder sogar kriminelle Tendenzen entwickeln. Als Teenager sind auch diese Kinder wieder einer Ansteckung durch den HIV-Virus ausgesetzt.
Dzivarasekwa Extension ist ein temporäres Auffanglager am Stadtrand von Harare. Die meisten Bewohner leben in Hütten, die aus Holzresten, Metall und Plastik gebaut wurden. Es herrschen prekäre Platzverhältnisse. In der Regenzeit sind die Wege völlig aufgeweicht und oft knietief mit Schlamm bedeckt. Die ungenügende Kanalisation gefährdet die Gesundheit der Bewohner, da viele der behelfsmässig eingerichteten Toiletten nicht richtig funktionieren und oft überlaufen. Das Leben ist für die meisten Bewohner ein täglicher Kampf. Es gibt kaum Arbeit und es herrscht ein riesiger Konkurrenzkampf um die wenigen Aushilfsarbeiten.
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Ziele des Programms
Das Ernährungs- und Beratungsprogramm soll die Gesundheit der infizierten Mütter stabilisieren und soweit möglich verbessern, damit sie sich um ihre Familie kümmern können. Den Kindern soll so möglichst lange eine Betreuung und Erziehung durch die eigene Mutter geboten werden. Für die HIV-Waisen ist die Grossmutter oft die einzige Bezugsperson. Mit der Unterstützung von ROKPA können die Kinder trotz Verlust der Mutter in einer familiären Umgebung aufwachsen. So werden die Kinder mit jedem Jahr selbständiger und mit einer entsprechenden Ausbildung erhöht sich die Chance, nicht als Strassenkinder enden. Mit CHF 120.- können Sie eine Familie mit drei Kindern einen Monat mit Lebensmittel, AIDS-Medikamenten für die Mütter versorgen sowie das Schulgeld für die Kinder bezahlen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! |