Medizinische Versorgung in Tibet

Das harte Klima, die karge Vegetation und die dadurch verursachte einseitige Ernährung führen dazu, dass in den abgelegenen Gebieten Nordosttibets viele Menschen unter akuten gesundheitlichen Problemen leiden. Tuberkulose, Leber-, Gallenerkrankungen und andere chronische zum Teil tödlich verlaufende Leiden machen der Bevölkerung zu schaffen.

Durch die grosse Armut können sich viele Menschen eine medizinische Behandlung nicht leisten. In Tibet kommt ein Arzt auf 16'000 Einwohner (Schweiz: 1 Arzt auf 500 Einwohner) und ausserhalb von Ballungszentren besteht oft keine Möglichkeit für eine Behandlung.

ROKPA INTERNATIONAL unterstützt aus diesen Gründen Kliniken sowie die Herstellung von traditioneller tibetischer Kräutermedizin. Begabten Schülerinnen und Schülern wird ermöglicht ein Studium in Tibetischer Medizin zu absolvieren. Nach Abschluss kehren die jungen Ärztinnen und Ärzte in ihre Heimatdörfer zurück und sind verpflichtet dort während mindestens sechs Jahren zu praktizieren.

Dadurch wird die medizinische Versorgung der armen Bevölkerung auch in abgelegenen Gebieten gewährleistet. Junge Menschen erhalten zudem eine Zukunftschance und altes, traditionelles Wissen sowie die tibetische Kultur leben wieder auf.

Heute unterstützt ROKPA rund 15 Kliniken in Tibet. So konnten bereits über 100'000 Menschen eine medizinische Behandlung erhalten.

^ Anfang     < zurück     > weiter